“Stirbt Trevira – Stirbt Guben”

Die am 6. Juli 1950 proklamierte Oder-Neiße-Grenze war im erschütterten Nachkriegseuropa alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Noch in den 50er Jahren wurde der Grenzverlauf zwischen der neuen Doppelstadt – Guben in der DDR und Gubin in der Volksrepublik Polen – militärisch gesichert. Die Mächtigen der SED und der PVAP handelten nach und nach Lockerungen im Grenzverkehr aus. (1) 1980 wurde die Grenze wieder geschlossen. Weiterlesen

Wandel und Verwandlung in vier Akten – Teil IV

Kultur und Arbeit IV

Das Senftenberger Theater, die „Neue Bühne“, vor Augen, forderte eine Kultursoziologin vor nicht all zu langer Zeit: „Theater wieder in das gesellschaftliche Zentrum zu rücken, mit und in ihm öffentliche Räume zu okkupieren, es zum Mittelpunkt gesellschaftspolitischer Bewusstseinsbildung zu machen, als Baustelle städtischer Identität zu begreifen – um nichts weniger als dies geht es in einer Situation, in der Arbeit als gemeinschaftsstiftendes Moment für große Teile der Bevölkerung weggebrochen ist, in der Kommunen Insolvenz anmelden und nur noch im Notbetrieb arbeiten, in der öffentliche Kommunikation gemeinhin den Massenmedien anheim fällt, in der sich kollektive Identitäten im Nebel der globalen Verfügbarkeit auflösen oder Kinder und Jugendliche in der Freizeit meist sich selbst und den leeren Bushaltestellenhäuschen oder rechtsradikalen Freizeitangeboten überlassen sind..“ [5] Weiterlesen