Ornament der Offenheit

Das Künstlergruppe Wiener Secession, präsidiert von Gustav Klimt, nahm ein Jahr nach ihrer Gründung 1897 ihre eigene Ausstellungshalle in Besitz. Das Gebäude in der Wiener Innenstadt ist ein Inbegriff der Uneindeutigkeit, eine raumgewordene Version des Postulats der künstlerischen Freiheit. Ein Zeitgenosse beschrieb diese Kombination aus ornamentaler Kuppel und funktionalem Kubus als „Zwittergeburt zwischen Tempel und Magazin“. Weiterlesen

Dann sind wir Helden für einen Tag

David Bowies „Heroes“ stand in der DDR auf dem Index. Das Lied durfte sich weder in Vinyl gepresst in einem durchleuchteten Päckchen befinden, noch in Radiostationen gespielt werden. Die Lovestory der Königskinder, die im Niemandsland eines Rocksongs zueinanderfinden, gehörte zum Soundtrack der Babyboomer im Osten wie im Westen. Weiterlesen

“Stirbt Trevira – Stirbt Guben”

Die am 6. Juli 1950 proklamierte Oder-Neiße-Grenze war im erschütterten Nachkriegseuropa alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Noch in den 50er Jahren wurde der Grenzverlauf zwischen der neuen Doppelstadt – Guben in der DDR und Gubin in der Volksrepublik Polen – militärisch gesichert. Die Mächtigen der SED und der PVAP handelten nach und nach Lockerungen im Grenzverkehr aus. (1) 1980 wurde die Grenze wieder geschlossen. Weiterlesen