September im Staub des Jahrhunderts

1964. Wer in Lauchhammer eingeschult wurde, feierte im „Koker“. Die Blüschen waren höchstens zwei Stunden weiß und die Fensterbretter wurden vor Eintreffen der Verwandtschaft ein letztes Mal abgewischt. Die Oma kam aus dem luftigen Erzgebirge. Der Opa starb in seinem Garten nahe dem Uranabbau der Wismut AG. Dort waren die jungen Burschen reich und wurden nicht alt. In die Kohle zu gehen, in die Lausitz, war zwar mit einem ewigen Schleier aus Schmutz und Schmiere verbunden, aber es versprach ein längeres Leben. Weiterlesen