„Wo Licht ist, werden auch Leute sein“

oder Krabat für mindestens ein ganzes Jahr

„Viele Bauern hatten auf Neujahr ein Schwein geschlachtet, sie beschenkten die Herren Könige aus dem Morgenlande reichlich mit Wurst und Speck. Ansonsten gab es Nüsse und Backpflaumen, Honigbrot, manchmal Schmalzküchlein, Anisplätzchen und Zimtsterne. ‚Das Jahr fängt gut an!‘“ (1) sagt Lobosch zu seinen beiden Gefährten. Einer davon heißt Krabat. Diese eisigen Tage zwischen den Jahren sind für die wendischen Betteljungen eine willkommene Ausnahme. Und trotzdem träumt Krabat von des Raben rauher Stimme, von einem Ort, an dem er Zauberlehrling wird, der schwarzen Mühle in Koselbruch bei Schwarzkollm. Es ist der Ort, an dem sich Krabat zwischen einer fesselnden Macht der Gegenwart und einer offenen Freiheit der Zukunft entscheiden wird. Popkulturell verkürzt heißt dieser sinnliche Machtkonflikt wohl heute: Geld oder Liebe. Weiterlesen